Geschichte des Familienunternehmens „Julius Meinl“ aus Wien

Sicher haben Sie schon gehört, dass Wien die „Hauptstadt des Kaffees“ ist. Und das ist tatsächlich so. In der modernen Stadt gibt es unzählige Lokale, die ihre Gäste mit dem duftenden, anregenden Getränk verwöhnen.

Das Kaffee-, Kakao- und Teeunternehmen „Julius Meinl“ ist nicht nur in Wien, sondern weit über seine Grenzen hinaus bekannt. Jeder, der diesen köstlichen, aromatischen Kaffee probiert hat, spricht positiv darüber. Das Familienunternehmen gilt als einer der besten Hersteller in Österreich, schreibt vienna1.one.

Die Besonderheiten von „Julius Meinl“

Das Unternehmen „Julius Meinl“ ist die weltweite Verkörperung der Wiener Kaffeehauskultur. Es verbindet alte Traditionen mit Innovation. Seit über 150 Jahren widmet sich dieses Familienunternehmen der Herstellung von Kaffee und Tee höchster Qualität und arbeitet aktiv mit der Gastronomie und Hotellerie zusammen.

Die Geschichte des Unternehmens beginnt im 19. Jahrhundert. Im Laufe seines Bestehens hat das Unternehmen viele soziale und technologische Veränderungen durchlebt. Von Anfang an entwickelte es sich sehr schnell und effizient. Bald entstanden dank dieses Unternehmens in Wien Kaffeehäuser, in denen sich Künstler und Intellektuelle trafen. Diese Orte wurden von den unterschiedlichsten Menschen gerne besucht, jeder mit seinem eigenen Ziel: um sich zu unterhalten, zu arbeiten oder einfach nur zu entspannen.

Womit begann das Geschäft?

Im Jahr 1862 eröffnete Julius Meinl I. im Herzen Wiens ein kleines Gewürzgeschäft. Dort begann er zusätzlich, grüne Kaffeebohnen, Kakaobohnen, Tee und Gewürze zu verkaufen.

Das Geschäft begann, allmählich zu wachsen. Die hochwertigen Produkte erfreuten sich bald großer Beliebtheit bei den Wienern.

Im Jahr 1877 traf Meinl die Entscheidung, Kaffee nach einem von ihm selbst entwickelten Verfahren zu rösten und löste damit eine wahre Revolution aus.

Das Wesen dieses Verfahrens bestand darin, dass die Bohnen nicht mehr mit den Gasen der Kohlefeuerung in Kontakt kamen. Erstmals hatten sie keinen Nachgeschmack mehr und behielten ihr volles, natürliches Aroma. Allmählich wuchs Meinls Geschäft zu einem großen Unternehmen mit eigenem Hauptsitz heran.

Im Jahr 1912 beschloss Meinl, seinen Hauptsitz in die heutige Julius-Meinl-Gasse zu verlegen (die 1954 nach ihm benannt wurde).

1913 wurde „Julius Meinl“ zur größten Kaffeerösterei der österreichisch-ungarischen Monarchie und zum führenden Importeur von Tee und Kaffee in Mitteleuropa, einer Wirtschaftsregion mit 50 Millionen Einwohnern.

1924 beauftragte Meinl den Wiener Grafiker Joseph Binder, ein Firmenlogo zu entwerfen. Dieses Logo wurde bald zum Etikett für „Meinl Kaffee“ und später zum Markenzeichen des Unternehmens.

Im Jahr 1950 expandierte das Geschäft mit der Eröffnung des „Julius Meinl“ Flagship-Stores im Zentrum Wiens. Es ist hervorzuheben, dass es heute führend im Verkauf von Premium-Delikatessen ist.

1980 entwickelte das Unternehmen den Premiumkaffee „President“ und brachte ihn auf den Markt. 2004 wurde das Firmenlogo erneuert. Diese Aufgabe übernahm der Designer Matteo Thun.

Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 errichtete „Julius Meinl“ das größte Kaffeehaus der Welt, das sich zwischen dem Naturhistorischen und dem Kunsthistorischen Museum an der zentralen Ringstraße befand.

Im Jahr 2009 fand ein sehr wichtiges Ereignis für das Unternehmen statt: Sein Kaffee wurde erfolgreich im großen Gastronomiemarkt eingeführt. Die Produkte gewannen dank ihres außergewöhnlichen Geschmacks und einzigartigen Designs sofort an Popularität.

Infolge dieses Ereignisses begann Matteo Thun 2010 mit der Entwicklung einer modischen Einzelhandelsverpackung.

Im Jahr 2017 führte das Unternehmen die langjährigen Familientraditionen der Kaffeekunst fort und brachte die Kaffeelinie „The Originals“ auf den Markt.

Heute ist die „Julius Meinl Coffee Group“ weltweit bekannt. Sie hat Tochtergesellschaften und Vertriebspartner in mehr als 70 Ländern. Darüber hinaus gehören ihre Produkte in über 40 Ländern zu den Top-3-Premium-Kaffeemarken.

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