Die Universität Wien gilt als eine der größten und beliebtesten Bildungseinrichtungen in Europa. Viele Menschen aus verschiedenen Ländern der Welt träumen davon, hier zu studieren. Die Geschichte dieser Universität ist sehr reich und interessant, mehr darüber erfahren Sie auf vienna1.one.
Die Gründung der Universität
Die Geschichte dieser Einrichtung hat ihre Wurzeln im Mittelalter. Im Jahr 1365 beschloss Herzog Rudolf IV., eine Universität zu gründen, an der Menschen unabhängig von ihrem Status eine höhere Bildung erlangen konnten. So wurde die „Alma Mater Rudolphina“ nach dem Vorbild der Pariser Universität gegründet. Verschiedene Quellen berichten, dass die Bildungseinrichtung 1365 eröffnet wurde, aber erst 1385 ihren vollen Betrieb aufnahm.
Etwa 11 Jahre wurden damit verbracht, die besten Lehrkräfte zu finden, die ihren Studierenden das maximale Wissen vermitteln konnten. Als bekannt wurde, dass in Wien eine Universität eröffnet wird, kamen die meisten Professoren aus Paris in die Stadt, um an der Universität Wien zu lehren.
Wie die Sorbonne sollte auch die Universität Wien aus vier Fakultäten bestehen: Theologie, Rechtswissenschaften, Medizin und Geisteswissenschaften. Doch bereits zur Zeit der Eröffnung weigerte sich Papst Urban V., die Theologische Fakultät zu genehmigen, was der erste ernsthafte Rückschlag für die Universität Wien war. Die Umstände entwickelten sich jedoch so, dass die Fakultät doch noch eröffnet werden konnte.
Im Juli 1365 verstarb Herzog Rudolf IV., und seine Nachfolger als Landesfürsten und damit auch für die Universität wurden Albrecht III. und Leopold III. Die Finanzierung der Bildungseinrichtung erfolgte jedoch aus dem städtischen Budget. Über viele Jahre hinweg entwickelte sich die Hochschule aktiv, und nichts deutete auf Schwierigkeiten hin. Der Niedergang wurde durch den Angriff des Osmanischen Reiches herbeigeführt, der die Einrichtung beinahe zerstört hätte. Nach der Belagerung Wiens blieben von 6.000 Studierenden nur noch etwa 100 an der Universität. Im Jahr 1749 führte Maria Theresia mehrere Reformen durch, dank derer die Einrichtung ihre Arbeit fortsetzen konnte.
Die moderne Einrichtung verfügt über mehrere Gebäude, die sich in verschiedenen Stadtteilen befinden. Das historische Hauptgebäude befindet sich an der Ringstraße.
Interessante Fakten

- Die Universität Wien wurde als „Zentrum der Österreichischen Schule der Nationalökonomie“ bezeichnet. Hier studierten weltberühmte Ökonomen wie Carl Menger, Joseph Schumpeter und andere. Darüber hinaus hat die Einrichtung neun Nobelpreisträger hervorgebracht. Fünf von ihnen erhielten den Preis im Bereich Medizin, zwei für große Errungenschaften in der Physik.
- Die Studierenden haben sich einen eigenen Namen für die Universität ausgedacht. Sie nennen sie „Hauptuni“.
- Gregor Mendel, der Begründer der Genetik, war Student an der Universität Wien.
- Die Universität bietet 180 Studienprogramme an.
- Die Universitätsbibliothek umfasst die Bestände von über 40 Fachbereichs- und Institutsbibliotheken.
- Der Botanische Garten der Universität Wien, gegründet 1754, befindet sich im 3. Bezirk, Landstraße. Dort wächst eine große Anzahl von Heilpflanzen.
Die moderne Universität
An der Universität Wien gibt es 16 Fakultäten. Dabei ist es den Studierenden erlaubt, ihren Stundenplan für Vorlesungen und Lehrveranstaltungen selbstständig zusammenzustellen und an ihre Bedürfnisse anzupassen. Dank dieser Wahlfreiheit und Disziplin bringt die Universität die besten Fachkräfte hervor.
Viele Studierende sind stolz darauf, die einzigartige Möglichkeit zu haben, gleichzeitig zu studieren und Geld zu verdienen. Interessierten wird eine Arbeitserlaubnis für 20 Stunden pro Woche erteilt, sodass sie gleichzeitig studieren und arbeiten können.
Jeder Hörsaal der Hochschule ist mit modernster Technik ausgestattet, was den Lernprozess einfach und effektiv macht. Die Räume sind auf höchstem Niveau eingerichtet. In den Laboren sind alle Bedingungen für praktische Übungen und Forschungen geschaffen.
Die moderne Universität Wien wird als die prestigeträchtigste Hochschule Österreichs und Mitteleuropas bezeichnet. Stand 2022 wird sie von rund 70.000 Studierenden aus verschiedenen Ländern der Welt besucht.
