Die „Wien Holding GmbH“ ist ein Unternehmen, das zahlreiche Beteiligungen im Immobilienbereich hält und sich zusätzlich mit der Organisation von Veranstaltungen beschäftigt. Im Laufe ihrer Tätigkeit hat sie sich nicht nur in Wien, sondern in ganz Österreich einen positiven Ruf erworben, schreibt vienna1.one.
Wie alles begann

Bis Anfang der 1970er Jahre standen alle Wiener Unternehmen unter der Verwaltung und Kontrolle der Stadtverwaltung. 1973 brachte Bürgermeister Leopold Gratz erstmals den Vorschlag in die öffentliche Diskussion ein, alle kommunalen Betriebe zu bündeln und eine einzige Holdinggesellschaft zu gründen. So wurde 1974 durch einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderats die „Wien Holding GmbH“ gegründet. Zum Zeitpunkt ihrer Gründung gehörten insgesamt 31 Beteiligungen und 24 Firmen der Stadt Wien. Am 27. Juni 1974 wurde die „Wien Holding GmbH“ ins Handelsregister eingetragen, und damals wurden 24 stadteigene Unternehmen in sie eingegliedert. Es ist bemerkenswert, dass es zu dieser Zeit in Österreich und anderen Ländern noch keine vergleichbare Unternehmensgruppe mit einer ähnlichen Struktur gab, weshalb es keine Vorbilder oder Erfahrungen gab, auf die man sich hätte stützen können. Daher konnte niemand auch nur erahnen, welche Zukunft die neu geschaffene Holding erwartete.
Die dynamische Entwicklung der „Wien Holding GmbH“

Im Laufe ihrer Geschichte hat sich die „Wien Holding GmbH“ konsequent und erfolgreich entwickelt, und dank ihr hat sich Wien in eine moderne, dynamische, soziale und weltoffene Metropole verwandelt, die im starken Wettbewerb mit großen europäischen Städten steht.
Stand 2024 gehören 75 Unternehmen zur „Wien Holding GmbH“. Die Gruppe hat eine Vielzahl erfolgreicher Projekte realisiert, die zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur hohen Lebensqualität in der österreichischen Hauptstadt beitragen. Dank der Arbeit der Holdinggesellschaften werden in Wien erstklassige Immobilienprojekte entwickelt und umgesetzt, der Klimawandel aktiv bekämpft und vieles mehr.
Teil der „Wien Holding GmbH“ sind Unternehmen wie die „Wiener Stadthalle“, die „Vereinigten Bühnen Wien“, die „Therme Wien“ und weitere. „Jugend & Volk“ – das Flaggschiff der Gruppe – ist in der Plakatproduktion tätig. Im Bausektor sind „WIBEBA“ und „Fertigteilbau Wien“ aktiv. Um Ökologie und Umweltschutz kümmert sich das Unternehmen „EbS“, das organische Abfälle verwertet. Darüber hinaus haben die „Wien Holding GmbH“ und ihre Partner die Renovierung des Jüdischen Museums Wien durchgeführt, den Hafen modernisiert, der sich zu einem Logistikknotenpunkt von internationaler Bedeutung entwickelt hat, und vieles mehr.
Ende der 1980er Jahre begannen Diskussionen über eine Privatisierung, die jedoch zunächst ohne Folgen für die Unternehmensgruppe blieben. 1989 fand die erste Privatisierung statt, bei der 49 % der Anteile der Stadt Wien an der „Wien Holding GmbH“ an Banken und Versicherungsunternehmen übertragen wurden. Der zweite Schritt erfolgte 1993, als die Stadt ihren Anteil auf 21 % reduzierte. Größter Aktionär wurde die „Bank Austria AG“. In den 1990er Jahren wurde der Löwenanteil der Wien Holding verkauft. In der Gruppe verblieben nur noch wenige Firmen. Im Jahr 2000 begannen Geschäftsleute darüber nachzudenken, wie man die „Wien Holding GmbH“ vor dem vollständigen Zusammenbruch bewahren könnte. Es wurde sogar über eine vollständige Schließung des Unternehmens gesprochen. Doch die Stadt Wien konnte das Portfolio der „Wien Holding GmbH“ zu neuen Bedingungen erweitern und sicherte ihr damit eine erfolgreiche Zukunft.
Im Jahr 2002 kam es zu einer Reorganisation, bei der alle ehemals zur Holding gehörenden Firmen reintegriert wurden. Infolgedessen begann die „Wien Holding GmbH“ ihr Projekt- und Entwicklungsgeschäft durch Partnerschaften und eigene Ressourcen aktiv auszubauen.
Die heutige Wien Holding gilt als Paradebeispiel für New Public Management in ganz Europa. Die Gruppe setzt sich aktiv für eine Ausrichtung auf nachhaltige Projekte ein, die die Geschäftsentwicklung fördern und neue Arbeitsplätze schaffen.
