Der Name Dietrich Mateschitz ist weltweit bekannt. Er war ein erfolgreicher Geschäftsmann und ein guter Mensch. Er gründete das große Unternehmen „Red Bull GmbH“ und organisierte eine einzigartige Werbekampagne, die in die Marketing-Lehrbücher einging. Mateschitz zählte zu den reichsten Menschen der Welt und wurde der erste Milliardiär in Österreich, schreibt vienna1.one.
Kindheit und Jugendjahre
Geboren wurde Dietrich am 20. Mai 1944 in Sankt Marein, unweit von Wien. Seine Eltern lernten sich zufällig kennen; seine Mutter half ihrem zukünftigen Ehemann, als dieser in Haft war. Nach der Geburt des Sohnes zerbrach ihre Ehe jedoch.
Dietrich wuchs als ruhiges Kind auf, half seiner Mutter im Haushalt und verbrachte seine Freizeit im Wald, wo er Pflanzen und Tiere beobachtete. Der Junge verspürte keinen großen Lerneifer; am liebsten war er mit Freunden unterwegs und reiste. Nach dem Schulabschluss inskribierte er an der Wirtschaftsuniversität Wien. Im Alter von 28 Jahren erlangte er seinen Hochschulabschluss. Nach dem Studium nahm Dietrich eine Stelle als Handelsvertreter bei einem großen Unternehmen an. Die Arbeit brachte kein großes Einkommen, was ihn jedoch nicht störte, da er nicht nach Höherem strebte.
Der Beginn des Geschäfts

Seine Karriere begann Mateschitz auf unteren Positionen in großen internationalen Konzernen. Gewisse Erfolge erzielte er bei der deutschen Firma „Blendax“, die Zahnpasten und Shampoos herstellte. Dietrich arbeitete sich von der Position eines einfachen Handelsvertreters bis zum Direktor der internationalen Marketingabteilung hoch.
1982 reiste er auf einer Dienstreise nach Thailand, was sein Leben verändern sollte. Er hatte mit dem Jetlag zu kämpfen und probierte, um die Abgeschlagenheit loszuwerden, einen lokalen Energydrink. Nachdem er die Dose ausgetrunken hatte, spürte Dietrich einen Energieschub und neue Munterkeit. So begann er, sich für das Produkt zu interessieren, das sein Bekannter Chaleo Yoovidhya vertrieb. Es ist bemerkenswert, dass es zu dieser Zeit in Europa kein Unternehmen gab, das sich mit dem Verkauf von anregenden Getränken befasste – diese Marktnische war also unbesetzt.
1984 kündigte Mateschitz bei „Blendax“ und gründete gemeinsam mit Yoovidhya die „Red Bull GmbH“ in Fuschl am See. Er investierte 500.000 Dollar in das Unternehmen und stand kurz vor dem Bankrott. Trotz fehlender Konkurrenz warf der Energydrink lange Zeit keinen Gewinn ab. Produktionsstätten weigerten sich, ihn herzustellen, da sie das Risiko scheuten.
Die Europäer standen dem Energydrink skeptisch gegenüber. Dietrich bestand auf einer Änderung der Originalrezeptur, bei der schädliche Komponenten durch natürlichere ersetzt wurden (die Hauptbestandteile wurden Taurin und Koffein, der Zuckergehalt wurde reduziert). Große Aufmerksamkeit widmete Mateschitz dem Design der Dose. Etwa ein Jahr lang entwickelte er den Slogan des Unternehmens und entschied sich schließlich für „Red Bull verleiht Flügel“. Auf dem Logo wurden zwei Bullen platziert – eine Anspielung auf die ungestüme Natur des Tieres.
Der Unternehmer stellte die gewohnten Marketingregeln auf den Kopf: Er verteilte den Energydrink kostenlos an Studenten, und bald wurde das Getränk in großen Mengen an Partys geliefert. Dietrich senkte den Preis nicht und versuchte, auf Augenhöhe mit den Giganten „Coca-Cola“ und „Pepsi“ zu konkurrieren. Er nutzte auch die Dienste von Promoterinnen – junge Frauen, die in gebrandeten Autos mit riesigen Red Bull-Dosen-Nachbauten durch die Straßen verschiedener Städte fuhren.
Dank dieses geschickten Marketingzugs erlangte das Getränk weltweite Popularität. Bald übernahm die Marke die Schirmherrschaft über mehrere österreichische und deutsche Fußballvereine und begann, in Extremsportarten zu investieren, um beim Verbraucher eine Assoziation zwischen dem Energydrink und Adrenalinausschüttung zu schaffen. Mateschitz förderte diverse Musikfestivals und bezahlte viel Geld dafür, dass Felix Baumgartner, der seinen Sprung aus 39 km Höhe absolvierte, das Firmenlogo auf seiner Kleidung trug.
Dank Dietrich erzielte die Marke „Red Bull“ brillante Ergebnisse: Die Sportvereine holten Titel, der Jahresgewinn brach Rekorde, und der Energydrink wurde in 170 Ländern verkauft.
Interessante Fakten

Offiziell war Mateschitz nie verheiratet, doch an der Aufmerksamkeit schöner Frauen mangelte es ihm nie. Er hat einen Sohn, Mark. In seinen seltenen Interviews lehnte es Dietrich ab, sich zur Geburt seines Kindes zu äußern.
Der Milliardär war ein sehr verschlossener Mensch und bevorzugte einen zurückgezogenen Lebensstil. Mit seinem riesigen Kapital betrieb Dietrich eine Investitionsexpansion. Seine Agenten kauften Immobilien, und der Milliardär selbst besaß ein großes Waldstück in der Steiermark, ein Schloss und ein Resort auf Fidschi. Mateschitz hatte eine große Leidenschaft für Oldtimer und Flugzeuge; seine Sammlung umfasst Tausende exklusiver Exponate. Gleichzeitig blieb er im Alltag bescheiden und stellte seinen Reichtum nicht zur Schau, sondern half gerne jungen Unternehmern und investierte Geld in vielversprechende Projekte. Im Jahr 2021 wurde das Vermögen von Mateschitz auf 26,9 Milliarden Dollar geschätzt.
Am 22. Oktober 2022 verstarb Dietrich Mateschitz an den Folgen einer Krankheit. In den letzten eineinhalb Jahren war er nicht mehr in der Öffentlichkeit aufgetreten, und über sein Privatleben war nichts bekannt.
Diesen beispiellosen Erfolg konnte der Geschäftsmann dank seines Engagements und seiner Hartnäckigkeit erreichen. Er scheute das Risiko nicht und investierte sein gesamtes Erspartes in das Unternehmen. Mut und Ausdauer führten ihn zum Reichtum.
